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wiki:hoexter_luechtringen

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Lüchtringen

Dieses ist die Beschreibung des Höxterer Ortsteil Lüchtringen.

Hausstätten- und Höfeliste

[Lüchtringen Hausstätten- und Höfeliste]

Sie umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Bücher

Geschichte

Im Jahre 854 wird Lüchtringen unter dem Namen Lutringi (12 verschiedene Schreibweisen, u. a. Luhtringi, Luchtringi), zum ersten Mal in den Annalen des Klosters Corvey erwähnt. 1060 gibt es bereits Höfe in Lüchtringen. In einer weiteren Urkunde wird erwähnt, dass im Jahr 1060 in Lutringi im Augagau die Ernte in die Scheune des Abtes Saracho von Rossdorf gebracht wurde. 1261 wird der Ritter Lambert von Lüchtringen (ca. 1225–1283) urkundlich erwähnt, der Güter und Höfe in dem Dorf besitzt. Im Wappen führt er einen fünfarmigen Leuchter mit Helmzier, auf das heute das seit 1952 bestehende Wappen des Ortes zurückgeht. Das Geschlecht ließ sich bis 1469 nachweisen und hatte viele hohe Ämter in der Stadt Höxter inne, wie Bürgermeister, Ratsmann, Konsul, Gildemeister für Schneider, Kürschner und Schmied. In Lüchtringen ist der Lambertweg nach ihm benannt. Oberhalb von Lüchtringen existierte eine in Lehnbriefen des 14. Jahrhunderts erwähnte Weserinsel.

Von 1794 bis 1803 gehört Lüchtringen zum Bistum Corvey und der Kirchenprovinz Mainz. Ab 1803 gehört der Ort zum Fürstentum Oranien-Nassau unter Wilhelm I. in Fulda. Ab 1813 zum Königreich Preußen. Ab Dezember 1807 gehört Lüchtringen unter französischer Herrschaft zum Königreich Westphalen, Departement der Leine mit Regierung in Göttingen, Distrikt Einbeck, Kanton Fürstenberg. 1808 wird die Landstraße Holzminden-Fürstenberg östlich von Lüchtringen als Chaussee ausgebaut und bildet heute die niedersächsische Landesstraße 550. Ab 1815 wird Lüchtringen zusammen mit dem Fürstentum Corvey dem Königreich Preußen zugesprochen.

1824 wurde unterhalb der Ortschaft bei Kilometer 73,7 der „Lüchtringer Kopf“, eine hohe, mit Weiden bewachsene Insel innerhalb des Weserstromes durch Sperrwerke an das rechte Ufer angeschlossen und das linke befestigt. 1865 erhält Lüchtringen einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen. 1871 wird die Friedenseiche neben dem Kreuz von Gabriel Krekeler von Kriegsheimkehrern aus dem Deutsch-Französischen Krieg im Ortskern gepflanzt. Diese ging 1878 ein und eine neugepflanzte Eiche hielt bis zum Jahr 2001. Auch ein Sandsteinkreuz an der Kapelle im Murrwinkel wurde errichtet. Im Oktober 1876 erhielt der Ort einen Bahnanschluss an der zweiten Bahnstrecke Holzminden–Scherfede. 1880 wird ein Standesamt eingerichtet, das bis zur Verwaltungsreform 1970 bestand.

Durch die Gemeindereform verliert Lüchtringen seine Selbständigkeit, das Amt Höxter-Land wurde aufgelöst ebenso das Standesamt in Lüchtringen. Seit dem 1. Januar 1970 gehört die Gemeinde als Ortsteil zur Stadt Höxter. Mehrere Straßen werden umbenannt, darunter die Bahnhofstraße in Westfalenstraße, die Grabenstraße in Lambertweg und die Traubenstraße in Weinstraße. Im August 1977 wird eine 180 m lange Weserbrücke fertiggestellt und der bisher dahin durchgeführte Fährbetrieb im Dezember 1977 eingestellt.

Im Oktober 1971 erfolgt nach einem Gebietsänderungsvertrag zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Eingliederung des vormals auf Holzmindener Seite gelegenen Otterbach-Gebietes zu Lüchtringen im Tausch gegen Gebiete am Stahler Ufer, dadurch wurden 112 Einwohner Neubürger von Lüchtringen und der Stadt Höxter.

Karten

Stadt Höxter im Kreis Höxter

Ortsteil Lüchtringen

Lüchtringen, Stadt Höxter siehe Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Lüchtringen

Heimatverein Lüchtringen

Heimat- und Verkehrsverein Lüchtringen e.V.

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/hoexter_luechtringen.txt · Zuletzt geändert: 2020/12/07 14:14 von michael