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Borgholz

Dieses ist die Beschreibung des Borgentreicher Ortsteil Borgholz.

Hausstätten- und Höfeliste

[Borgholzer Hausstätten- und Höfeliste]

Sie umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Bücher

Geschichte

An einem nach drei Seiten hin abfallenden Ausläufer eines noch im 14. Jahrhundert gerodeten Höhenrückens nordöstlich von Borgentreich liegt die ehemalige Stadt Borgholz. Sie wird erstmals 1291 genannt – gleich zwei urkundliche Nachrichten belegen, dass es Borcholte zu dieser Zeit bereits gab. Sie verdankt ihre Entstehung, wie auch die Stadt Borgentreich, den Auseinandersetzungen über das Recht der Landeshoheit zwischen den Erzbischöfen von Köln und den Bischöfen von Paderborn im 13. Jahrhundert. Die Erzbischöfe von Köln versuchten, durch einen Ring von Städten und Burgen das westliche Hoheitsgebiet des Bischofs von Paderborn einzugrenzen.

Den Befehl zur Anlage des befestigten Ortes hoch über dem Tal des Jordan hatte Bischof Otto von Paderborn 1290 erteilt. Er übertrug dem Bertold Schuwen einen Burgmannsitz, den ersten Burgmannsitz in der bischöflichen Burg. Die Gründungsurkunde oder eine Urkunde über die Stadtrechtsverleihung wurden bisher nicht gefunden. In einer Urkunde von 1295 wird Borgholz bereits als Stadt bezeichnet. Nach ihrer Gründung lebten in der Stadt nach vorsichtiger Schätzung etwa 500 Einwohner. Aus einem Katasterplan von 1831 kann entnommen werden, dass die gesamte Stadt einschließlich der Burg von einer Mauer umgeben war, die eine Fläche von 6,22 Hektar umschloss. Die Gesamtanlage lässt darauf schließen, dass Borgholz bis zu diesem Zeitpunkt über seine ursprünglichen Mauern nicht erweitert worden ist. Innerhalb der Mauern war aber noch viel freies Gelände für zukünftige Bauten in Reserve gehalten worden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Borgholz mehrfach erobert. 1632 wurde die Stadt von hessischen Truppen besetzt und geplündert. Am Ende des Krieges 1648 hatte Borgholz noch ca. 400 Einwohner. Die Zerstörung aller Stadtarchive während des Krieges macht eine genaue Rekonstruktion der Ereignisse jedoch unmöglich. In Reaktion auf den Friede von Lunéville marschierte Preußen im August 1802 in das Hochstift Paderborn ein und beendete dessen Existenz als selbständiger Staat. Damit wurde auch Borgholz Teil Preußens. 16 Borgholzer, die zum Einsatz im französischen Russlandfeldzug gezogen wurden, galten im Herbst 1814 als gefallen oder vermisst. Nach der Niederlage Napoleons gerieten die ca. 1.100 Einwohner Borgholz’ im Jahre 1813 wieder unter preußische Herrschaft. Schon 1829 stellte ein Gerichtsurteil fest, dass Borgholz „[…] kaum den Namen einer Stadt […]“ verdiene. Ab 1841 fiel der Ort schließlich auch juristisch unter die neue Westfälische Landgemeindeordnung, so dass Borgholz spätestens ab diesem Zeitpunkt nur noch als Titularstadt bezeichnet wurde. Die Burg der Stadtbefestigung von 1291 wurde 1840 wegen Baufälligkeit abgerissen. In den Jahren 1922/23 wurde ein neuer „Schlossbau“ errichtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Borgholz am 14. Februar 1945 erstmals direkt angegriffen. An diesem Tag griffen Jagdbomber in zwei Wellen den Bahnhof Borgholz an. Bei diesem Luftangriff wurden mehrere deutsche und ein ungarischer Soldat getötet. Am 6. April 1945 wurde der Ort von Teilen der 3. US-Panzerdivision (Taskforce Welborn und Taskforce Lovelady) angegriffen. 44 Wohnhäuser und 14 landwirtschaftliche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Dies markierte für Borgholz das Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem insgesamt 93 Borgholzer gefallen und 32 vermisst waren.

Am 1. Januar 1975 wurde Borgholz in die Stadt Borgentreich eingegliedert.

Karten

Stadt Borgentreich im Kreis Höxter

Ortsteil Borgholz

Borgholz, Stadt Borgentreich siehe Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Borgholz

Stadtarchiv Borgentreich

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/borgentreich_borgholz.txt · Zuletzt geändert: 2020/12/07 14:02 von michael