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Muddenhagen

Dieses ist die Beschreibung des Borgentreicher Ortsteil Muddenhagen.

Hausstätten- und Höfeliste

[Muddenhagen Hausstätten- und Höfeliste]

Sie umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Bücher

Geschichte

Muddenhagen wird bereits in einer Urkunde vom 15. August des Jahres 1100 als „Muthen“ erwähnt.

Modenhagen wird auf alten Karten als Bezeichnung für Muddenhagen angegeben (1754 Grenzatlas). In diesem Gebiet gab es früher zwei Dörfer, Muddenhagen und Schönhagen. Schönhagen wurde im Huisitenkrieg im 14. Jahrhundert zerstört und nicht wieder aufgebaut. An Schönhagen erinnert nur noch die Flurbezeichnung: „Schönhagen“ und „Schönkirkhouf“. Die Flurbezeichnung „Schönkirkhouf“ befindet sich an der Eberschützer Straße in Höhe von „Fricken Kreuz“. Hier muss früher eine Kirche gestanden haben. Bei Erdarbeiten um 1934 wurden dort noch Schädelknochen gefunden. Der Ort Muddenhagen wurde im Hussitenkrieg auch stark zerstört, wurde aber wieder aufgebaut, für die Kirche hat es damals nicht gereicht. Muddenhagen gehört nicht zu den Bördedörfern, wegen der schlechten Böden. Bis Ende 1890 stand Muddenhagen noch unter der Herrschaft der Adeligen.

In der Kirchengeschichte von Bühne wird Muddenhagen immer wieder erwähnt. Am 1. Oktober 1652: Manrode und Muddenhagen gehören zur Pfarrei Bühne. 1600: Einkünfte des Pastors zu Bühne als Stolgebühren für die Taufe eines Kindes aus Muddenhagen oder Manrode 2 Groschenund. 1614: für Glockenguss in Bühne hat Muddenhagen 20 Thaler bezahlt. 1663: Beteiligung am Pfarrhaus Bühne und 1671: Firmung in Borgentreich aus Muddenhagen 13 Firmlinge. 1673: Pfarrer Hemstedt hielt eine Predigt, wo früher eine Kirche stand und 1687: Kirchenrenovierung. Muddenhagen musste auch zahlen. 1760, 12. Mai: Eintrag im Bühner Kirchenbuch: „Die ganze Börde war ein einziges großes Heerlager. Das hessische Heer lag bei Muddenhagen.“ 1768: Hilfe für Pfarrhaus Bühne. 1821: Beim Bau der Bühner Pfarrkirche wurde Muddenhagen mit 1/6 der Bausumme bedacht = 1180 Rth 7 Silbergroschen und 6 Pfennig, unterzeichnet Ischen Ortsbeamter und die Gemeinderäte Eikenberg, Gründer, Weggen, Krull, Wasmuth. 1823/1824: die Steine für die Kirche wurden im Muddenhagener Steinbruch gebrochen (Angerechnet mit 180 Rth). 1824: das Dorf Muddenhagen hat 44 Herdstellen, 177 Kommunikanten, 1 jüdische Familie und 2 calvinistische Frauen. 1849: für den Umbau in der Kirche Bühne zahlt Muddenhagen 16 Rth 20 Groschen, für 2 Staturen für die Bühner Kirche bezahlt Muddenhagen 16 Rth Zuschuss. Gestanden hat die erste Kirche auf dem Platz, wo Richjürgens Haus steht. Bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau des Hauses hat man 1874 dicke Grundmauern gefunden. Diese wurden aber nicht weiter beachtet. 1957 wurden bei Ausschachtungen für Wasserleitung und des Abwasserkanals ebenfalls zwei Skelette gefunden, beerdigt in Ost-West-Richtung. Zur Erinnerung an die Kirche steht auf diesem Platz ein Heiligenhäuschen. Das Kreuz, ein Missionskreuz, erinnert ebenfalls an ein Gotteshaus. Der Bildstock wurde 1749 von Herdemerten (Eselmühle) gestiftet. Die zweite Kirche konnte erst um 1900 gebaut werden. 1955 wurde diese Kirche abgerissen, da sie von unten feucht geworden war; sie war nicht isoliert. Damit die neue Kirche erhöht gebaut werden konnte, wurde sie auf dem entstandenen Schuttberg der alten Kirche errichtet. Die Kirche wurde größer gebaut als ihre Vorgängerin. Bömmelburg und Rose wurden deshalb umgesiedelt. Die jetzige kleine Kirchenglocke, sie könnte sogar noch aus den Trümmern der ersten Kirche geborgen sein, falls keine anderen Daten vorliegen, hing vor dem Kirchbau um 1900 auf dem Schulhof an einem sogenannten Galgen. Die älteren Schüler mussten im Wechsel die Glocke läuten. Das erste bekannte Schulgebäude war in dem Fachwerkhaus, an dessen Stelle jetzt das Haus von F. Rose steht. 1865 ist von einem Lehrer Carl Dewenter die Rede. Er war neun Jahre in Muddenhagen tätig. Um 1900 wurde eine neue Schule gebaut. Dafür wurde das alte Fachwerkhaus abgebaut und im Oberdorf wieder aufgerichtet. Jetzt wurde es als Gaststätte genutzt. Bekannt ist das Haus als „Sattlers Haus“, Gaststätte Pape/Krull. In der Zeit des Kirchenbaues um 1955 wurde auch eine neue Schule gebaut, welche jetzt als Halle dient. Die Grundfläche, auf der die neue Schule gebaut wurde, gehörte zur „Höppermühle“. Sie wurde gegen „Pfingstanger“ und „Schulland“ ausgetauscht.

Seit dem 1. Januar 1975 gehört Muddenhagen nach der kommunalen Neugliederung durch Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Städte Borgentreich und Borgholz und der Gemeinden Bühne, Drankhausen, Großeneder, Körbecke, Lütgeneder, Manrode, Natingen, Natzungen und Rösebeck zur Stadt Borgentreich.

Karten

Stadt Borgentreich im Kreis Höxter

Ortsteil Muddenhagen

Muddenhagen, Stadt Borgentreich siehe Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Muddenhagen

Stadtarchiv Borgentreich

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/borgentreich_muddenhagen.txt · Zuletzt geändert: 2020/12/07 14:03 von michael